Jetzt bin auch ich im Web 2.0 angekommen. Und los geht es direkt mit einem Blog. Mein Blog ist kein Food-Blog, kein Mode-Blog, kein...sondern ein Text-Blog. Alles was existiert, passiert, schmeckt, aussieht, veranstaltet wird oder einfach nur interessant ist, soll hier in Textform einen Platz bekommen. Ich möchte vor allem verschiedenste Typen von Texten produzieren, die andere interessieren, weiterhelfen oder für alle - außer mich - total nutzlos sind: Eben Wörter in verschiedenen Gewändern.
17. Juni 2014
11. Juni 2014
Biene Maja muss sterben
Das tödliche Paradies
Wie wir unabsichtlich Bienen töten.
Ein Garten voll blühender Blumen: der
Traum eines jeden Gärtners und momentan vielerorts zu bestaunen. Die
meisten, der in voller Blütenpracht stehenden Blumen, stammen
wahrscheinlich aus einem Gartencenter und bilden damit ein
für Bienen tödliches Paradies.
Denn wie eine kürzlich durchgeführte
Greenpeace-Studie zu Tage förderte, sind viele Zierpflanzen mit
Neonicotinoiden belastet. Stoffe, die für Bienen giftig sind und
deren Verwendung in der Landwirtschaft von der EU temporär
eingeschränkt wurde. In Deutschland nahmen die Umweltschützer in 19
Filialen von fünf verschiedenen Baumarktketten Proben und ließen
diese in einem unabhängigen Institut untersuchen. Greenpeace fand in
17 der 19 Proben für Bienen gefährliche Stoffe. Stiefmütterchen,
Primeln, Lavendel und einige andere Pflanzengattungen enthielten aber
nicht nur die bienengefährdenden Stoffe, sondern zum Teil auch
Pestizide, die in Deutschland sogar verboten sind.
Damit Bienen trotzdem genug Nektar und
Pollen finden, brauchen sie einen geeigneten Bienenschmaus.
Ich habe im Mai in einem Blumenkasten Bio-Samen von Blumen gesät, die
mittlerweile blühen und von vielen Bienen und Hummeln als Nektarbar
genutzt werden.
Vielleicht bekommen die Bienen bei zu häufigen Besuchen einen Kater, aber sterben werden sie daran bestimmt nicht.
Vielleicht bekommen die Bienen bei zu häufigen Besuchen einen Kater, aber sterben werden sie daran bestimmt nicht.
9. Mai 2014
Absage
Schade
Eine Absage erreicht seinen Emailaccount. Es ist die siebzigste oder auch die neunzigste.
Es ist egal. Absage bleibt Absage. Der Betreff kündigt das drohende Unheil noch nicht an.
Schade.
Sonst könnte er direkt auf Löschen klicken und müsste sich nicht noch den unsäglichen Sermon durchlesen. Auch bei dieser Absage fragt er sich, ob bei der vorherigen abgeschrieben wurde.
Das Unternehmen ist anders, die Absage gleich. Doch auch wenn die Betreffzeile noch keinen Aufschluss gibt, die Anrede tut es sofort: Sehr geehrter. Wenn man ihn nicht will, ist er eine geehrte Person. Wie paradox. Oder wissen die Personaler, dass es eigentlich ein Glücksfall für ihn ist, dass sie ihn nicht nehmen, weil sie selber am liebsten dort nicht arbeiten würden? Das zu glauben, macht ein gutes Gefühl, aber dass dies der Fall bei neunzig Unternehmen sein soll, ist doch eher unwahrscheinlich.
Schade.
Aber was stand gleich noch mal in
allen Absagen? Genau, ein noch besser geeigneter Bewerber, ein
noch qualifizierterer Bewerber, ein noch passenderer Bewerber kommt
für die Stelle infrage. Gibt es nicht immer jemanden der besser ist
als man selbst? Das war schon so in der Grundschule beim Prickeln, am
Gymnasium im Lesewettbewerb und an der Hochschule beim Abschluss. The
winner takes it all.
Schade.
Wie gut, dass die Unternehmen seine persönliche Qualifikation damit nicht bewerten. Betonen sie jedenfalls immer. Und so bleibt er auf dem Arbeitsmarkt liegen, wie Gemüse zweiter Wahl im Supermarkt. Selbst, dass er sich billiger verkauft, hilft nicht.
Schade.
Nach zwei Jahren merkt er auch, wie er
langsam Schimmel ansetzt und ist froh darüber. So bildet sich eine
Schutzschicht um ihn, die ihm ein bisschen hilft sich nicht als
ganze Person abgewertet zu fühlen. Die erste Absage ist ein
Mückenstich, die zwanzigste ein Messerstich und die neunzigste
bringt ihn langsam dazu selber zur Machete zu greifen. Damit schlägt er
sich durch den hohlen Phrasendschungel all der Absagen, um zu dem
vorzudringen, was die Absage dem Wort nach sein sollte, etwas
Gesagtes. In den bisherigen Absagen hat man ihm nichts gesagt.
Man hat ihm nur etwas versagt - und zwar wie ein Individuum behandelt
zu werden.
Schade.
24. April 2014
3. April 2014
Sommer, Sonne, Eiskaffee
Rezept
Inspiriert durch das Buch, habe ich nach einem Rezept gesucht und es auch gefunden und ausprobiert. Das Ergebnis seht ihr hier:
Da heute die 24°C-Marke geknackt wird, könnt ihr das erfrischende Kaffeegetränk direkt ausprobieren. So geht's:
1. Einen gehäuften Löffel löslichen Kaffee in ein hohes Glas geben. Dann je nach Geschmack mit Zucker süßen. In Griechenland gibt es drei Varianten: ohne Zucker (sketo), mit einem (metrio) oder mit zwei Teelöffeln Zucker (gliko).
2. Maximal zwei Finger breit kaltes Wasser dazugeben. Mit einem Milchaufschäumer mixen bis der Schaum das Glas zur Hälfte ausfüllt.
3. Jetzt kann, wer mag, Milch (frische oder Kondensmilch) dazugeben. Süße Schleckermäuler nehmen Vanilleeis.
4. Eiswürfel hinzufügen und mit kaltem Wasser auffüllen. Strohhalm. Umrühren. Genießen.
Griechischer Café Frappé
Kein Roman um den griechischen Kommissar Charitos des Schriftstellers Petros Markaris kommt ohne ihn aus - Café Frappé. Das Getränk, das 1957 durch einen Zufall auf der internationalen Herbstmesse in Thessaloniki entstand, entwickelte sich zu einem der liebsten Getränke der Griechen.Inspiriert durch das Buch, habe ich nach einem Rezept gesucht und es auch gefunden und ausprobiert. Das Ergebnis seht ihr hier:
Da heute die 24°C-Marke geknackt wird, könnt ihr das erfrischende Kaffeegetränk direkt ausprobieren. So geht's:
1. Einen gehäuften Löffel löslichen Kaffee in ein hohes Glas geben. Dann je nach Geschmack mit Zucker süßen. In Griechenland gibt es drei Varianten: ohne Zucker (sketo), mit einem (metrio) oder mit zwei Teelöffeln Zucker (gliko).
2. Maximal zwei Finger breit kaltes Wasser dazugeben. Mit einem Milchaufschäumer mixen bis der Schaum das Glas zur Hälfte ausfüllt.
3. Jetzt kann, wer mag, Milch (frische oder Kondensmilch) dazugeben. Süße Schleckermäuler nehmen Vanilleeis.
4. Eiswürfel hinzufügen und mit kaltem Wasser auffüllen. Strohhalm. Umrühren. Genießen.
11. März 2014
Gehse inne Stadt wat macht dich da satt?
Lecker
Currywurst - Die Königin der Pelle
„Bisse richtig down, brauchse wat zu
kaun, ‘ne Currywurst!“ Nicht nur das Lied Currywurst von Herbert
Grönemeyer, sondern auch das Deutsche Currywurst Museum und die
Verwendung als Briefmarkenmotiv zeugen von ihrem Kultstatus.
Ruhrgebiet ohne Currywurst? Das gibt es
nicht! Dabei stammt die würzige Wurst ganz woanders her. Ob nun aus
Berlin oder Hamburg, darüber streiten die Städte noch. Sicher ist
allerdings, sie gehört zu den beliebtesten Fast-Food-Gerichten, egal
in welchem Teil von Deutschland.
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| Foto: kgberlin/pixabay.com |
Dennoch wird sie regional
unterschiedlich zubereitet. Die „Berliner Currywurst“ gibt es mit
und ohne Darm. Die Wurst mit Darm ist eher eine Art Brühwurst. Nach
dem Braten wird die Wurst in Stücke geschnitten, mit einer (kalten)
Tomatensoße übergossen und mit Currypulver gewürzt. Die
Currywurst aus dem Ruhrgebiet wird immer mit einer Bratwurst
zubereitet, die in Stücke geschnitten und anschließend mit
Currysoße übergossen wird. Mit Currypulver wird sie nur bestreut,
wenn man „nachwürzen“ lässt. Im Ruhrgebiet gehören als Beilage
„traditionell“ Pommes frites mit Mayonnaise dazu: so entsteht der
sogenannte „Mantateller“. Currywurst gibt es überall zu
kaufen. Im Imbiss, auf dem Weihnachtsmarkt, beim Stadtfest, vorm
Stadion, im Freibad. In der Pappschale mit Pommesgabel serviert, ist
sie der perfekte Snack für unterwegs. Aus deutschen Kantinen ist sie
nicht mehr wegzudenken und selbst bei Starköchen kommt sie als
Luxusvariante mit Blattgoldverzierung daher. Currywurst gehört im
Ruhrpott einfach dazu. Am besten schmeckt sie draußen, wenn es noch
kälter ist. Dann wärmt das Curry in der Soße besonders gut. Aber
Currywurst ist nicht gleich Currywurst. Bei dem ersten Imbiss ist die
Soße etwas süßer, beim zweiten ist mehr Currypulver enthalten und
beim dritten schmeckt schon die Wurst ganz anders. Es besteht also
keine Gefahr sich beim Currywurst essen zu langweilen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, dem
sei meine Lieblings-Currywurst empfohlen!
Zu probieren bei:
Der Frittenspezialist
Zu probieren bei:
Der Frittenspezialist
Marktstraße 60
46045 Oberhausen
46045 Oberhausen
Unbedingt auch Pommes mit Mayonnaise
dazu bestellen!
5. März 2014
Fastenzeit
Am Rande
Am Aschermittwoch ist alles vorbei...oder fängt neu an.
Heute beginnt die Fastenzeit. Viele
Menschen können mit dem christlichen Hintergrund des Fastens nichts
mehr anfangen - oder konnten es noch nie. Trotzdem verschwinden in vielen Haushalten wieder Schokolade, Kaffee und Zigaretten in der
Schublade. Besonders beliebt ist auch das Internet-Fasten – statt
fünf Stunden täglich nur noch eine im WorldWideWeb zu verbringen.
Die evangelische Kirche hat auch in
diesem Jahr wieder ein spezielles Fasten-Motto:
Sieben Wochen ohne falsche Gewissheiten.
Sieben Wochen ohne falsche Gewissheiten.
Sieben Wochen Zeit alte Gewohnheiten, aber auch
Gemeinplätze zu hinterfragen.
Ein präsentes Beispiel: Alle dachten Spinat habe besonders viel Eisen, bis es jemand noch mal überprüfte und das Gegenteil herauskam. Selber denken ist anstrengend, weil die Verlässlichkeit auf bisher Bekanntes wegfällt und vielleicht auch ein paar unbequeme Wahrheiten ans Tageslicht kommen. Es bietet aber auch die Chance uns von alltäglichem, antrainierten Ballast zu befreien, neue Ideen zu entwickeln und Altes hinter uns zu lassen.
Ein präsentes Beispiel: Alle dachten Spinat habe besonders viel Eisen, bis es jemand noch mal überprüfte und das Gegenteil herauskam. Selber denken ist anstrengend, weil die Verlässlichkeit auf bisher Bekanntes wegfällt und vielleicht auch ein paar unbequeme Wahrheiten ans Tageslicht kommen. Es bietet aber auch die Chance uns von alltäglichem, antrainierten Ballast zu befreien, neue Ideen zu entwickeln und Altes hinter uns zu lassen.
Sieben Wochen ohne Schokolade? Sieben
Wochen ohne falsche Gewissheiten? Entscheiden Sie!
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